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Gärungskohlensäure schont das Klima

Für unsere Getränke verwenden wir ausschließlich Rohstoffe aus dem ökologischen Landbau und das Wasser aus unserer hauseigenen BioKristall-Quelle. Es gibt eine weitere Besonderheit: Für die erfrischende Spritzigkeit sorgt Kohlensäure, die wir selbst gewinnen. Denn wir fangen die Kohlensäure, die während der alkoholischen Gärung in der Bier-Produktion entsteht, auf. Sie wird gereinigt für unsere alkoholfreien Getränke genutzt. Auf diese Weise schließen wir wieder einen Kreislauf und tragen zum Klimaschutz bei. 


 

Zum Vergleich: Eine mittelständische Brauerei mit einem Jahresausstoß bis circa 200.000 Hektoliter Bier gibt jährlich etwa 200.000 t CO2 in die Atmosphäre ab. In Deutschland gibt es rund 260 solcher Brauereien. Es lohnt sich also durchaus, darüber nachzudenken, wie hier klimaschonender gearbeitet werden kann. Zumal die meisten Brauereien zusätzlich Kohlendioxid zukaufen, für die Produktion und um ihre Getränke zum Sprudeln zu bringen. 

Jedoch: Für mittelständische Brauereien lohnt sich die Rückgewinnung des CO2 bisher kaum. Für uns von der Neumarkter Lammsbräu sind allerdings nicht allein wirtschaftliche Kriterien entscheidend. Als Bio-Brauerei haben wir Umweltschutz fest in unseren Unternehmenszielen verankert. Einer der zentralen Gedanken ist es dabei, in geschlossenen Kreisläufen zu arbeiten. Deshalb wird hier bei uns bereits Gärungskohlensäure aufbereitet und weiter verwendet. Darüber hinaus unterstützt unsere Lammsbrauerei die Forschungsarbeit der Lehrstühle für Umweltgerechte Produktionstechnik und Chemische Verfahrenstechnik an der Universität Bayreuth. Ebenfalls beteiligt sind ein Brauanlagen-Hersteller und die Wissenschaftsförderung der Deutschen Brauwirtschaft. 

Hintergrund des Forschungsprojekts: Die bisher verfügbaren Anlagen für die Aufbereitung der Kohlensäure sind für Mittelständler zu teuer. Deswegen werden andere Wege gesucht, insbesondere die kostengünstigere adsorptive Rückgewinnung, die wir bei der Neumarkter Lammsbräu erfolgreich nutzen. Langfristiges Ziel der Forscher ist es, ein System zu entwickeln, das die CO2-Freisetzung aus der Produktion mittelständischer Brauereien langfristig um mindestens 30 Prozent und bis zu 80 Prozent senkt.  Karl-Heinz Maderer, Produktionsleiter der Neumarkter Lammsbräu, ist optimistisch.  "Das Funktionsprinzip des pilotierten Rückgewinnungsverfahrens eröffnet in konsequenter Weiterentwicklung gute Chancen für einen wirtschaftlichen und CO2-autarken Betrieb von Kleinbrauereien", ist er überzeugt. 

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