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Lammsbräu honoriert Leistungen fürs Gemeinwohl mit Prämie

Datum: 23.Juli 2026 Von: Das Team der Neumarkter Lammsbräu
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Landwirtinnen und Landwirte liefern bekanntermaßen nicht nur Lebensmittel, sie pflegen auch die Landschaft. Die Leistung der Bio-Betriebe unserer Erzeugergemeinschaft für ökologische Braurohstoffe (EZÖB) geht jedoch weit darüber hinaus. Die Bäuerinnen und Bauern leisten aktiv Beiträge zum Boden- oder Artenschutz, beispielsweise indem sie Humus aufbauen oder Hecken als Rückzugsorte anlegen. Der Verzicht auf Pestizide und künstliche Dünger schützt Wildtiere ebenso wie das Grundwasser. Und einige EZÖB-Landwirte engagieren sich zusätzlich für die Wiederansiedlung bedrohter Ackerwildkräuter.

Das alles sind Beiträge zum Gemeinwohl, die wir von der Neumarkter Lammsbräu in einem einzigartigen Projekt nicht nur erfasst haben, sondern jetzt auch als erstes Unternehmen in Deutschland mit Prämien honorieren. Ein wichtiger Schritt in Richtung wahre Preise!

 

Was ist die Gemeinwohl-Prämie?

Herkömmliche Landwirtschaft wird meist danach bezahlt, wie viele Tonnen Getreide sie liefert. Doch was ist mit dem Wasser, das im Boden gespeichert wird? Oder den Hecken, die Insekten, Vögeln und kleinen Säugetieren Schutz bieten? Diese Leistungen tragen zu einem intakten Ökosystem bei und kommen letztlich uns allen zugute.

Unsere Neumarkter Lammsbräu hat einen mutigen Weg eingeschlagen. Rund ein Prozent des jährlichen Umsatzes geht zusätzlich zur überdurchschnittlichen Bezahlung von Gerste, Hopfen & Co. an die EZÖB-Betriebe, um genau diese oft übersehenen Leistungen zu honorieren. Das Ziel: Die Erzeugergemeinschaft soll nicht nur für die hochwertigen Braurohstoffe bezahlt werden, sondern auch eine Anerkennung für die Gemeinwohl-Leistungen erhalten.

 

Transparente Berechnung mit „Regionalwert“

Grundlage dafür ist eine transparente Berechnung anhand von rund 500 Kennzahlen. In Kooperation mit Regionalwert wurden Leistungsrechnungen erstellt. Beispielhaft zeigt das Ergebnis für 2024 beeindruckend, was die Landwirtinnen und Landwirte der EZÖB im Durchschnitt an zusätzlichen Leistungen erbringen:

Die Auswertung ergibt, dass die Höfe durch konsequenten Bio-Landbau und die strengen Kriterien der Anbauverbände bereits extrem stark aufgestellt sind. Die herausragendsten Ergebnisse werden in Sachen Wasserschutz erzielt, und zwar nicht allein durch den Verzicht auf Ackergifte, sondern darüber hinaus durch den aktiven Bodenschutz, der dazu führt, dass die gesunden Böden mehr Wasser aufnehmen können und so weniger von dieser wichtigen Ressource verloren geht. Gleichzeitig führt der Humus-Aufbau dazu, dass mehr CO₂e im Boden gespeichert wird.

Ebenfalls überdurchschnittlich schneiden die EZÖB-Betriebe in Sachen Artenschutz ab: Vielfältige Fruchtfolgen statt Monokulturen, blühende Ackerwildkräuter, Hecken für Wildtiere, Vögel und Insekten sowie Nisthilfen an relevanten Orten führen zu messbaren Erfolgen. Insbesondere mit der Realisierung so genannter Kulturlandpläne, die wir von der Neumarkter Lammsbräu finanzieren und die von einer Naturschutz-Expertin begleitet werden, werden teils erstaunliche Ergebnisse beim Schutz der Biodiversität erzielt. Insgesamt werden die Gemeinwohl-Leistungen unserer EZÖB für das Jahr 2024 von Regionalwert auf rund 8,23 Millionen Euro beziffert.

Als Anerkennung dieser wichtigen zusätzlichen Arbeit zahlen wir nun on top Prämien aus. Das bedeutet für die Landwirte: Wenn auf ihren Feldern das Leben brummt und summt und sie aktiv Boden- und Wasserschutz betreiben, wird nicht nur gelobt, es gibt dafür auch Geld.

 

Vorbild für andere

Die Zahlung der Gemeinwohl-Prämie ist ein Vorbild nicht nur für andere Unternehmen, sondern beispielsweise auch Kommunen. So hat beispielsweise die Stadt Neumarkt nachgezogen und nach unserem Vorbild ebenfalls die Gemeinwohl-Leistungen der Landwirte in ihrem Einzugsbereich berechnen lassen. Eine Entwicklung, über die wir uns sehr freuen!

Neumarkter Lammsbräu bezahlt Lieferanten Gemeinwohlprämie – Regionalwert Leistungen

Regionalwert-Leistungsrechnung | Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)

2024_07_08_PM_Lammsbräu_Gemeinwohl.pdf

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