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Der Nachhaltig­keitspreis 2018

Bereits zum 17. Mal zeichnete die Neumarkter Lammsbräu am 21. Juni Menschen und Organisationen aus, die einen besonderen Beitrag zu besseren Umwelt- und Lebensbedingungen leisten. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis wurde in sechs Kategorien verliehen: NGOs, Unternehmen, Innovation, Medienschaffende, Lammsbräu Mitarbeiter und herausragendes Engagement. Die sechs Preisträger wurden bei der Verleihung bekanntgegeben.

 Die Preisträger 2018

Die Nominierten 2018

Hier finden Sie eine Übersicht unserer Nominierten des Jahres 2017. Die Auflistung erfolgt nach den Kategorien "Herausragendes Engagement", "NGOs", "Innovation", "Medienschaffende", "Unternehmen", "Neumarkter Lammsbräu Mitarbeiter". 
Herausragendes Engagement
Jürgen Resch ©Steffen Holzmann
Jürgen Resch
Jürgen Resch ist seit 1988 Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH). Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist der Kampf gegen die Luftverschmutzung durch die Kfz-Lobby: Seinem Einsatz ist es mit zu verdanken, dass schwefelfreie Kraftstoffe in Deutschland und Europa bereits 2001, und damit 13 Jahre früher als von der EU geplant, eingeführt wurden. Ende 2002 startete Resch die Kampagne „Kein Diesel ohne Filter“. Drei Jahre später wurde der Partikelfilter Standard bei neuen Diesel-Pkw. Seit dem offiziellen Bekanntwerden illegaler Abgasmanipulation bei Fahrzeugen des VW Konzerns in den USA trägt Jürgen Resch maßgeblich zur Aufklärung des Skandals in Deutschland bei. Jürgen Resch ist ein Beispiel dafür, dass man gleichsam als „David“ gegen „Goliath“ auch übermächtige Gegner wie die Automobillobby dazu bringen kann, umweltbewusster zu handeln.
NGO
Cradle to Cradle.jpg ©Cradle to Cradle e.V.
Cradle to Cradle e.V.
Der Verein C2C bringt, größtenteils auf ehrenamtlicher Basis, Menschen durch Bildungsarbeit zum Umdenken. Er zeigt innovative Lösungen und vernetzt Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Politik und Gesell-schaft. Mit mittlerweile mehr als 700 Aktiven, die in über 50 Initiativen organisiert sind, tragen die Macher die Idee von C2C in die Bevölkerung. Jähr-lich veranstalten sie die weltweit größte C2C-Plattform – hier treffen 1000 Teilnehmer aus der Community auf zentrale Persönlichkeiten. Dazu kommen regelmäßige Fachforen, Vorträge und Workshops, auch an Schulen und Universitäten. Ziel ist, eine echte Kreislaufwirtschaft zu fördern. Mit vielen Regionalgruppen soll durch gemeinschaftliches Engagement ein gesellschaftlicher Wandel herbeigeführt werden. Der Verein vernetzt C2C-Pioniere und versucht, die Umstellung auf C2C-Produkte zu erleichtern. Ein gelungener Ansatz für eine neue Wertediskussion. 
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Haus der Eigenarbeit
Das Münchner Haus der Eigenarbeit ist eine Einrichtung, die etwas Seltenes schafft: Sie bringt Bürger aller Gesellschaftsgruppen und jeden Alters an einem Ort zusammen und miteinander in Kontakt. Seit über 30 Jahren ermöglicht das HEi als Offene Werkstatt Menschen, selbst handwerklich und kreativ tätig zu werden. Dies wird von den Nutzern der professionell ausgestatteten Werkstätten als sinnstiftend und heilsam erlebt. Mit seinem vielfältigen Angebot von Werkräumen, Kursen, offenen Treffs und Kulturveranstaltungen ist das HEi eine wichtige Keimzelle für die Entwicklung und Förderung nachhaltiger Lebensstile in München.
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Energievision Frankenwald
„Erlebnis Energie“ ist Umweltbildung mit dem Ziel, die Themen erneuerbare Energien und Klimaschutz praxisnah in den Unterricht zu integrieren. Ein vielseitiges Angebot von Workshops und Exkursionen macht dies zu einem spannenden Erlebnis für Schüler. Das LEADER-Projekt findet in den Landkreisen Hof, Kronach und Wunsiedel statt. Spielerisch erhalten junge Menschen die Möglichkeit, sich ein Bild zum Einsatz erneuerbarer Energien in ihrer Heimat zu machen. Die Bindung zu Natur und Umwelt wird gestärkt. Die Schüler bekommen ein neues Verständnis für natürliche Zusammenhänge und Rohstoffverbrauch. Energie sparen wird als wesentlicher Bestandteil bei der Bekämpfung des Klimawandels erfahren. Gleich-zeitig wird die lokale Wirtschaft gestärkt. 
Innovation
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LeaseRad GmbH
Mit dem JobRad-Konzept kommen Beschäftigte via Fahrradleasing und Gehaltsumwandlung über ihren Arbeitgeber günstig an hochwertige Fahrräder. Das vor 10 Jahren von dem Freiburger Unternehmen LeaseRad GmbH entwickelte Konzept revolutioniert seitdem die Fahrradnutzung in den Betrieben: schon 7500 Betriebe machen mit und bieten ihren Beschäftigten diesen Service an - und tragen so zur verstärkten Nutzung des absolut umweltfreundlichen Verkehrsmittels Fahrrad bei.
Medienschaffende
Thomas Fischermann ©Dario de Dominicis
Thomas Fischermann (DIE ZEIT)
Thomas Fischermann dokumentiert beharrlich die Zerstörung des amazonischen Regenwaldes. Während sich kaum noch jemand darüber erregt, bleibt der Redakteur und Korrespondent für die ZEIT seit 2013 dran an diesem wichtigen Thema.  Allein in Brasilien sind rund 20 Prozent der grünen Lunge verschwunden. Vielerorts werden indigene Völker vertrieben oder ausgelöscht. Das Tempo der Abholzung nimmt von Jahr zu Jahr zu. Gemeinsam mit dem Fotografen Giorgio Palmera versucht Thomas Fischermann, dem öffentlichen Desinteresse entgegenzuwirken. Teils im Auftrag und teils in ihrer Freizeit reisen sie durch das Amazonasgebiet und berichten. Die ökologische Frage ist dabei für Fischermann stets verbunden mit sozialen, kulturellen und ökonomischen Prozessen. Vor allem aber will er zeigen, wie wertvoll das ist, was da am Amazonas zerstört wird. 
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Bayern 1 - Umweltkommissar
Kann es sein, dass ein Apfel aus Neuseeland im Frühsommer eine bessere Ökobilanz aufweist als ein Apfel vom Bodensee? Was ist die optimale Kühlschranktemperatur? Der Bayern 1-Umweltkommissar versucht seit fünf Jahren jede Woche, die Umweltsinne zu schärfen. Begleitend gibt es einen weiterführenden Onlinetext, der zum Audiobeitrag noch mehr Hintergrundinformationen liefert. Der Bayern1-Umweltkommissar hat immer früh-zeitig Umweltthemen aufgegriffen und Entwicklungen begleitet. Stets geht es auch darum, mit Umweltschutz Geld zu sparen. Hörer können Fragen stellen, denen der Umweltkommissar nachgeht. Und auch Gemeinden o-der Firmen sind dabei, wenn es zum Beispiel um Plastikvermeidung geht. 
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Netzwerk Weitblick e.V.
Das gemeinnützige „Netzwerk Weitblick“ schließt eine Lücke in der bisherigen Journalistenausbildung: Angehende Journalisten werden im komplexen Themenfeld Nachhaltigkeit geschult. Dieses Projekt ist im höchsten Grad zukunftsrelevant. Ob Kreislaufwirtschaft oder Kapitalmarkt,Technikfolgen oder  Lieferketten, neue Energien oder Lobbyismus: Journalisten brauchen gutes Rüstzeug, um die richtigen Fragen zu stellen.
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Redaktion Grünschnäbel

Die „Grünschnäbel“-Redaktion ist ein Team aus 19 Nachwuchsjournalisten der Uni Hamburg. Im Rahmen einer journalistischen Projektwerkstatt setzten sie sich intensiv mit dem Thema „Nachhaltigkeit in Hamburg“ auseinander. Dabei entstand ein TV-Magazin, das im Februar 2018 auf dem Sender TIDE ausgestrahlt wurde. Ein Radio-Magazin befindet sich bereits in der Produktion. Die Grünschnäbel möchten das Buzzword „Nachhaltigkeit“ herunterbrechen und mit Leben füllen. Das Magazin sollte möglichst informativ und kurzweilig sein und neue Perspektiven eröffnen. Ob Food-Sharing-App oder Insekten-Snacks - die Grünschnäbel gehen den Dingen auf den Grund, testen Elektroautos und strampeln in der Fahrrad-Disko

Unternehmen
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Biohotel Pausnhof
Inmitten des Nationalparks Bayerischer Wald gründeten Sabine und Johann Simmet 2001 das erste Biohotel Deutschlands. Eine mutige Entscheidung, die sie nie bereut haben. Ob in den Zimmern, in der Küche, im Garten oder auf den Weiden - alles ist 100 Prozent bio und dient dem Artenschutz. Das Personal stammt aus dem Landkreis. Die Zulieferer kommen aus der nahen Umgebung. Die Möbel sind aus heimischem Holz. Den Respekt vor der Schöpfung lebt der Pausnhof als Philosophie. Darüber hinaus stellt sich das visionäre Unternehmen seiner sozialen Verantwortung.  Für die Gäste haben Stille und Ruhe Vorrang. Sie bringen die Welt ins rechte Maß zurück.
Kartoffelkombinat ©Florian Generotzky
Kartoffelkombinat
2012 hatten Daniel Überall und Simon Scholl eine Vision: Münchner Haushalte mit selbst angebautem Bio-Gemüse zu versorgen. Regional, saisonal, ökologisch und an der solidarischen Landwirtschaft angelehnt. Die Vision wurde Realität und mittlerweile ist die Genossenschaft über 1000 Haushalte mit mehr als 3000 Personen stark, Gemüse wird auf rund 18 ha angebaut, ausgeliefert über Verteilpunkte. 2017 wurde eine ehemalige Baumschule gekauft, die jetzt zu einer  unabhängigen, lebendigen und genossenschaftlich geführten Gärtnerei umgebaut wird. Den Machern geht es um aktiven Umweltschutz, ökonomische Souveränität und das Gemeinwohl. Das Kartoffelkombinat leitet pädagogische Projekte an, startet Bildungsinitiativen und bietet ein breites Angebot für Mitgärtner. 
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Umweltbank AG
Dass es möglich ist, ökonomische und ökologische Zielsetzungen in Einklang zu bringen, beweist die UmweltBank seit 1997. Ein solides wirtschaftliches Wachstum wird dabei von immer mehr Kunden getragen. Über 100.000 Menschen vertrauen heute der Kreditbank ihr Geld an – getragen von der Idee, mit den Einlagen ausschließlich ökologische Projekte zu finanzieren. Dazu gehören Wind- und Solaranlagen, ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft, aber auch nachhaltig gestaltete Bauvorhaben.
Neumarkter Lammsbräu Mitarbeiter
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Alexander Abele und Alexander Hinkel

Mit ihrem Verbesserungsvorschlag, auf das Gebläse zur Beförderung der Kronkorken komplett zu verzichten und dies stattdessen durch „Freien Fall“ zu ersetzen, haben die Lammsbräu Mitarbeiter Alexander Abele und Alexander Hinkel im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass neben erheblichen Energieeinspareffekten auch der Lärmpegel in diesem Arbeitsbereich reduziert werden konnte.

Impressionen von der Preisverleihung

In der Galerie finden Sie Impressionen der Preisverleihung. 

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© Neumarkter Lammsbräu / Fotograf: Hubert Bösl