Bierbrauen Teil 3 - Gär-und Lagerkeller

Nachdem ihr jetzt schon wisst, was bei uns in der Mälzerei und im Sudhaus  passiert, zeigen wir euch heute unseren Gär- und Lagerkeller und erklären die Prozesse, die dort stattfinden.

 Hefe

Ein sehr wichtiger Rohstoff beim Bierbrauen wird oft nicht gebührend beachtet: die Hefe. Wir züchten unsere Hefe für unsere Bierspezialitäten selbst im Haus. Klar, nach ökologischen Gesichtspunkten.

Gärung

Nachdem die Hopfendolden abgeseiht wurden, wird die aus dem Sudhaus kommende Bierwürze auf ca. 10 °C abgekühlt. Danach wird sie mit unserer Hefe versetzt. Der Gärprozess beginnt. Die Hefe wandelt den Malzzucker aus der Bierwürze in Alkohol und Kohlensäure um. Sieben Tage dauert bei uns dieser Prozess. Der Alkohol bleibt im Bier, die Kohlensäure wird in speziellen Anlagen aufgefangen.
Wir verwenden sie dann zur Herstellung von alkoholfreien Getränken. Das freut die Umwelt: das Kohlendioxid wird wieder verwendet und entweicht nicht in die Atmosphäre.

Obergärige und untergärige Biere

Gärkeller.jpgFür die Herstellung unterschiedlicher Biersorten werden unterschiedliche Hefestämme benötigt. Man unterscheidet hier obergärige und untergärige Hefe.
Untergärige Hefen setzen sich nach der Hauptgärung am Boden ab. Biere die so gebraut werden sind Helles, Dunkles, Pils oder auch Festbier.
Vergoren wird hier bei Temperaturen von 5-12°C. In der Vergangenheit, als die Kühlung noch schwieriger war, wurden nur wenige untergärige Biere gebraut.
Obergärige Hefen steigen dagegen in die Schaumkrone. Biere, die so gebraut werden sind Weißbiere, bei Lammsbräu auch Dinkelbier. Der Vorgang passiert hier bei deutlich höheren Temperaturen von 18-21°C.

Sieben Tage dauert es, bis die Hefe den Malzzucker in Alkohol umgewandelt hat, bevor der Weg weiter in die Lagertanks führt, wo unsere Bierspezialitäten reifen. 

Lagerkeller

Bier wird klar.jpgIm Lagertank pausiert das Jungbier. Der Geschmack des Bieres wird in dieser Phase abgerundet, der Restzucker abgebaut und unerwünschte Aromastoffe werden ausgetrieben. Die Kohlensäure wird gebunden und gibt dem Jungbier seine Spritzigkeit. Außerdem setzen sich die restliche Hefe und die Eiweißflocken auf dem Boden ab: Das Bier wird klar.
Vor der Abfüllung erfolgt eine abschließende Filtration. Dadurch wird die verbliebene, noch in der Schwebe befindliche Hefe  sowie andere Trübstoffe entfernt.