Preisverleihung 2012

Preisträger investieren Lebenszeit in ihre Projekte

Neumarkter Lammsbräu zeichnete 2012 Menschen aus, die sich seit Jahrzehnten für eine nachhaltige Lebensweise einsetzen / Der Ehrenpreis ging an das Ehepaar Weinzierl

Die Preisträger des Nachhaltigkeitspreises der Neumarkter Lammsbräu 2012
Die Preisträger des Nachhaltigkeitspreises der Neumarkter Lammsbräu 2012

„Hartnäckig und unbeirrbar“: So sind laut Dr. Franz Ehrnsperger die Menschen, die die Neumarkter Lammsbräu im Jahr 2012 ausgezeichnet hat. „Sie sind an ihrem Thema, ihrer Aufgabe dran geblieben. Und zwar Jahrzehnte lang“, sagte der Inhaber der Brauerei bei der festlichen Verleihung des Nachhaltigkeitspreises in der Neumarkter Residenz. „Unsere Preisträger widmen ihren Projekten große Teile ihre Lebenszeit.“ In der Tat war in diesem Jahr ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung der Jury, wie lange und konsequent die jeweiligen Bewerber bereits auf ihrem Feld tätig sind. So war es nicht verwunderlich, dass der Ehrenpreis 2012 an Beate Seitz-Weinzierl und Hubert Weinzierl ging. Das Ehepaar erhielt die Auszeichnung für sein außergewöhnliches Engagement im Bereich der Umweltbildung.


Führender Umweltschützer in Deutschland

Der Diplom-Forstwirt Hubert Weinzierl ist seit Jahrzehnten einer der führenden deutschen Umweltschützer. Unter anderem war er von 1969 bis 2002 Vorsitzender des Bunds Naturschutz in Bayern, von 1983 bis 1998 auf Bundesebene. Hubert Weinzierl hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Umweltschutz in Deutschland ein bedeutendes politisches Thema wurde. Die katholische Theologin und Journalistin Beate Seitz-Weinzierl hat mit ihrem Mann zusammen in 25 Jahren das Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden aufgebaut, das sie heute leitet. Sie setzte darüber hinaus starke Akzente als Leiterin des Bildungswerkes des BN in Bayern. Mit ihrem Mann gründete sie 2006 eine Stiftung. Das Ehepaar Weinzierl will die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung fördern, indem es den Menschen faszinierende Naturerlebnisse ermöglicht.


Aus 108 Bewerbungen vier Preisträger ausgewählt

Der Ehrenpreis ist undotiert. Die 10 000 Euro, die die Neumarkter Lammsbräu in diesem Jahr erneut für die Träger des Nachhaltigkeitspreises ausgelobt hatte, teilten sich indessen vier Personen beziehungsweise Organisationen und Unternehmen. Sie wurden aus insgesamt 108 hochkarätigen Bewerbern ausgewählt.

In der Kategorie „Privatpersonen“ gab es zwei Preisträger: Das Naturschutzzentrum Wengleinpark e.V. und Christine von Weizsäcker.

Der Wengleinpark in der Hersbrucker Alb ist Bayerns ältestes, noch aktiv für die Umweltbildung genutztes Naturschutzgelände. Jährlich finden dort Tausende Besucher Erholung und die Möglichkeit, in und mit der Natur zu lernen. Der Verein setzt sich auf dem sechs Hektar großen Gelände für den Erhalt und die Entwicklung unserer Kulturlandschaft ein. Regionale Wirtschaftskreisläufe werden gezielt gefördert. Seit 1994 ist der Park offizielle Umweltstation des Bundes Naturschutz in Bayern.

Christine von Weizsäcker ist eine international anerkannte Biologin und arbeitet seit 30 Jahren an der Technikfolgenabschätzung. Sie setzt sich auf dem gesamten Globus erfolgreich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt und gegen die gentechnische Manipulation von Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln ein. Sie war Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. 1998 wurde sie Vizepräsidentin von Ecoropa. Sie hatte wesentlichen Anteil am Cartagena-Protokoll, das die Anwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft strengen Regeln unterwirft. Christine von Weizsäcker ist darüber hinaus WECF-Präsidentin.


Fair-Trade-Pionier mit hoher Glaubwürdigkeit

In der Kategorie Unternehmen wurde die GEPA ausgezeichnet. 1986 brachte die „Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt m.b.H.“ den weltweit ersten fair gehandelten Bio-Kaffee auf den Markt. Mit höchster Transparenz und Glaubwürdigkeit kooperiert die größte europäische Fair-Trade-Organisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika und Asien. Die heute gültigen nationalen und internationalen Fair-Trade-Standards wurden auch auf Grundlage der Arbeit der GEPA entwickelt.

In der Kategorie „Medien“ ging der Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu an Herbert Fuehr. Als Journalist der Nürnberger Nachrichten und Leitender Redakteur hat Herbert Fuehr sich den Ruf erworben, Experte für Umweltthemen zu sein. Medienarbeit ist für ihn untrennbar mit großer Verantwortung verbunden. In unserer kurzlebigen Informationswelt hebt Herbert Fuehr sich durch langjährige, kontinuierliche und äußerst sachkundige Berichterstattung ab. Durch seine klugen Kommentare und Leitartikel machte Herbert Fuehr die Nürnberger Nachrichten, eine der größten deutschen Tageszeitungen, zu einem kritischen Begleiter der Umwelt-Bewegung.


Bekenntnis zur Verantwortung der Wirtschaft

In den zurückliegenden zehn Jahren hat die Neumarkter Lammsbräu mehr als 110 000 Euro in nachhaltige Initiativen in ganz Deutschland investiert. Insgesamt wurden 43 Projekte mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Für Dr. Franz Ehrnsperger ist das Engagement seiner Brauerei auch ein klares Bekenntnis zur Verantwortung der Wirtschaft für die nachfolgenden Generationen. „Kaum jemals war die Macht des Geldes deutlicher zu spüren als in diesem Jahrhundert“, sagte er bei der Preisverleihung. „Und diese Macht wird missbraucht. Der Finanzkrise zum Trotz gibt es heute mehr Gezocke und mehr Boni als je zuvor. Das Kapital droht die Demokratie abzuschaffen. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir brauchen nachhaltige Unternehmer und nachhaltige Konsumenten!“ Der Nachhaltigkeitspreis solle eine Unterstützung für alle die sein, die nachhaltig denken und

 

 

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